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Der Dreck aus den Druckern und die Folgen

Margitta, 55 Jahre, Sachbearbeiterin beim Fernsehen

"Trotz aller Maßnahmen ist mein Gesundheitszustand, was die Kraft anbelangt, nicht mehr so herzustellen, dass ich ohne fremde Hilfe leben kann."

Vom Herbst 1998 bis Januar 2000 arbeitete ich in meinem etwa 18 qm großen (nicht belüftbaren) Arbeitszimmer am PC. In diesem Raum befand sich ein Kopierer der Marke Xerox. Dieser wurde öfters von allen möglichen Mitarbeitern benutzt. Dadurch war ständig schlechte Luft im Raum.

Anfang 2000 wurde ich krank und musste durch ärztliche Überweisung in das Klinikum Küchwald in Chemnitz. Mein Allgemeinzustand und die Muskelkraft waren total erschöpft. Mit umfangreichen Untersuchungen stellten die Ärzte fest, dass ich durch Einatmen von irgendwelchen Giften erkrankt sein muss. Zum damaligen Zeitpunkt war die Ursachenforschung nicht in der Lage, eine genaue Diagnose zu erstellen. Mein Hinweis an die Ärzte, ob es vielleicht einen Zusammenhang mit den Tonerdämpfen und meiner Krankheit geben könnte, wurde mit "Vielleicht könnte es so sein" beantwortet. Aber der medizinische Fortschritt war damals eben noch nicht so weit.
Seitdem werde ich auf Polymyositis (Weichteilerheuma) behandelt. Mit Beginn meiner Krankheit werde ich wöchentlich durch Reha-Behandlungen (Krankengymnastik, Krafttraining und Bewegungsbad) sowie Kuraufenthalte alle zwei Jahre in Spezialkurheimen einigermaßen körperlich fit gehalten.
Trotz aller Maßnahmen ist mein Gesundheitszustand, was die Kraft anbelangt, nicht mehr so herzustellen, dass ich ohne fremde Hilfe leben kann. In meinem täglichen Leben bin ich stark beeinträchtigt, so dass mein Mann als ständiger Begleiter mir beim Duschen, Waschen, Anziehen usw. behilflich sein muss. Ein Laufen ohne Rollator und Rollstuhl für weite Strecken ist nicht möglich. Ein Laborbefund ergab eine Vergiftung meines Körpers mit Viren und Bakterien von 1 : 1280, normal wäre aber 1 : 80. Dies hat mein Immunsystem stark geschädigt, so dass ich vierteljährlich zur Infusion muss. Seit Beginn meiner Krankheit bin ich EU-Rentner und beziehe Pflegegeld von der Krankenkasse.



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